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Haus kaufen auf 24.de: Schritt für Schritt

Wer über ImmobilienScout24.de ein Haus kaufen will, braucht einen klaren Fahrplan: von der Suche bis zum Notartermin – alle Schritte im Überblick.

Autor
Matthias Ostermeier
Veröffentlicht
Kategorie
Immobilienportale
Lesezeit
6 Min.
Haus kaufen auf 24.de: Schritt für Schritt

Wer sich vorgenommen hat, über Immobilienscout24 Haus kaufen statt nur zu suchen, sollte den Ablauf auf dem Portal kennen: Suchprofil anlegen, Exposés prüfen, Besichtigung vereinbaren, Finanzierung nachweisen und schließlich zum Notar gehen. Das Portal selbst ersetzt keinen Kaufvertrag und keine Beratung, liefert aber die Werkzeuge, um Angebote systematisch zu finden und zu vergleichen. Der folgende Ablauf zeigt, in welcher Reihenfolge die einzelnen Schritte sinnvoll sind und wo Käufer erfahrungsgemäß Zeit verlieren oder Fehler machen.

Suchprofil einrichten und Angebote richtig filtern

Der erste praktische Schritt ist ein kostenloses Käuferkonto mit gespeichertem Suchprofil. Wer ein Suchprofil für Immobilienscout24 Haus kaufen anlegt, sollte Region, Preisrahmen, Wohnfläche, Grundstücksgröße und Baujahr so eng wie möglich fassen – zu weite Filter erzeugen eine Flut an Exposés, die sich kaum noch sichten lässt.

Ein häufiger Anfängerfehler: Nutzer verwechseln beim Filtern Kauf- und Mietangebote oder lassen die Rubrik offen. Da dieselbe Plattform sowohl für Immobilienscout24 Wohnung mieten als auch für den Kauf genutzt wird, listet eine unpräzise Suche schnell Mietwohnungen zwischen den Kaufobjekten. Vor dem Speichern eines Suchauftrags lohnt sich daher ein Blick auf:

  • die Vermarktungsart (Kauf statt Miete),
  • den Objekttyp (Haus, Doppelhaushälfte, Reihenhaus, Grundstück mit Baurecht),
  • den Umkreis um relevante Orte wie Arbeitsplatz oder Schule,
  • Ausschlusskriterien wie Zwangsversteigerung oder Erbpacht, falls diese nicht gewünscht sind.

Push-Benachrichtigungen per E-Mail oder App sind bei gefragten Lagen wichtig, weil interessante Häuser oft innerhalb weniger Tage wieder aus der Liste verschwinden. Wer stattdessen nur gelegentlich manuell sucht, bekommt die besten Angebote häufig gar nicht mehr zu Gesicht.

Exposé lesen und Besichtigung vorbereiten

Ein Exposé auf der Plattform enthält in der Regel Lage, Wohnfläche, Grundstücksgröße, Baujahr, Energieausweis-Angaben und Fotos, manchmal auch einen Grundriss. Bevor eine Anfrage an den Anbieter geschickt wird, sollte geprüft werden, ob alle Pflichtangaben zum Energieausweis vorhanden sind – fehlen sie, ist das ein Hinweis auf ein unsauber erstelltes Exposé oder einen weniger erfahrenen Verkäufer beziehungsweise Makler.

Bei der Kontaktaufnahme über das Portal lohnt es sich, konkrete Fragen mitzusenden statt nur „Ist die Immobilie noch verfügbar?“ zu schreiben. Sinnvolle Rückfragen vor dem ersten Termin sind zum Beispiel:

  • Gibt es bekannte Baumängel, Feuchteschäden oder einen offenen Sanierungsstau?
  • Liegen Grundbuchauszug, Baulastenverzeichnis und Flurkarte vor?
  • Wie hoch sind laufende Nebenkosten, Grundsteuer und – bei Eigentumswohnungen – das Hausgeld?
  • Ist die Immobilie vermietet, und bestehen Mietverträge, die beim Verkauf übernommen werden müssen?

Wer parallel auch nach einer Etagenwohnung sucht, merkt schnell die Unterschiede: Bei Immobilienscout24 Wohnung kaufen stehen zusätzlich Fragen zur Eigentümergemeinschaft, zur Instandhaltungsrücklage und zu geplanten Sanierungen im Vordergrund, während beim Haus Grundstück, Erschließung und bauliche Substanz im Zentrum stehen. Eine Besichtigung vor Ort ersetzt in beiden Fällen keine Fotos – Feuchtigkeit, Geräusche von der Straße oder der Zustand des Dachstuhls lassen sich online kaum beurteilen.

Bonität nachweisen und Finanzierungszusage einholen

Bevor ein Angebot für ein konkretes Haus abgegeben wird, sollte die Finanzierung stehen – nicht erst danach. Verkäufer und Makler verlangen bei ernsthaftem Interesse meist einen Nachweis, dass der Kaufpreis finanzierbar ist, oft in Form einer Finanzierungsbestätigung der Bank oder eines Kreditvermittlers.

Praktisch bedeutet das für Käufer, die über das Portal aktiv suchen:

  1. Eigenkapital und maximale Kreditrate realistisch klären, bevor Exposés kontaktiert werden.
  2. Eine unverbindliche Finanzierungsvoranfrage bei Bank oder Vermittler stellen, um eine grobe Preisobergrenze zu kennen.
  3. Bei konkretem Interesse an einem Objekt eine objektbezogene Finanzierungsbestätigung anfordern.
  4. Diese Bestätigung dem Verkäufer oder Makler zusammen mit dem Kaufangebot vorlegen.

Wer ohne Finanzierungsnachweis ein Angebot abgibt, wirkt bei gefragten Häusern schnell unglaubwürdig und wird bei mehreren Interessenten häufig übergangen. Das gilt für den Hauskauf noch stärker als für Immobilienscout24 kaufen Wohnung-Anfragen, weil Häuser oft höhere Kaufpreise und damit größere Finanzierungsvolumen erfordern. Zusätzlich zum Kaufpreis müssen Käufer Nebenkosten einplanen, die je nach Bundesland und Objekt unterschiedlich ausfallen können – dazu zählen üblicherweise Grunderwerbsteuer, Notar- und Grundbuchkosten sowie gegebenenfalls Maklerprovision. Wie hoch diese Posten aktuell genau ausfallen, sollte vor der Angebotsabgabe bei Notar, Bank oder Makler verifiziert werden, da sich Sätze ändern können.

Vom Kaufangebot zum Notartermin: Ablauf und typische Stolperstellen

Ist die Finanzierung gesichert, folgt das eigentliche Kaufangebot an den Verkäufer, meist über den Makler oder direkt per E-Mail über die Kontaktfunktion des Portals. Ein seriöses Angebot enthält den gewünschten Kaufpreis, gewünschte Übergabetermine und – falls zutreffend – Bedingungen wie den Verkauf der eigenen Bestandsimmobilie.

Nach der Einigung über den Kaufpreis läuft der Ablauf in etwa so:

  • Der Verkäufer oder Makler beauftragt einen Notar mit dem Kaufvertragsentwurf.
  • Käufer und Verkäufer erhalten den Entwurf rechtzeitig vor dem Termin zur Prüfung – Fristen dafür sind gesetzlich vorgesehen und sollten genutzt werden, um offene Fragen vorab zu klären.
  • Beim Notartermin wird der Vertrag verlesen und von beiden Seiten unterschrieben.
  • Der Notar veranlasst die Auflassungsvormerkung im Grundbuch, die den Käufer vorläufig absichert.
  • Nach Zahlung des Kaufpreises und Erfüllung aller vereinbarten Bedingungen erfolgt die Übergabe der Immobilie.

Ein häufiger Fehler in dieser Phase: Käufer unterschreiben den Notarvertrag, ohne den Entwurf vorher wirklich durchgearbeitet zu haben, weil der Termin unter Zeitdruck steht. Unklare Regelungen zu Inventar, Instandhaltungspflichten vor der Übergabe oder zum Umgang mit Mängeln, die erst nach dem Exposé auffallen, lassen sich vor der Unterschrift deutlich leichter klären als danach. Wer unsicher ist, sollte den Entwurf von einer Anwältin, einem Anwalt oder einer auf Immobilienrecht spezialisierten Beratung prüfen lassen, bevor der Termin stattfindet.

Suche auf dem Portal sinnvoll eingrenzen und Angebote vergleichen

Neben dem formalen Ablauf lohnt sich ein strukturierter Vergleich mehrerer Objekte, statt sich beim ersten passenden Exposé zu binden. Wer parallel mehrere Häuser besichtigt, sollte für jedes Objekt dieselben Kriterien dokumentieren: Kaufpreis pro Quadratmeter, Zustand der Bausubstanz, Lage, Erschließungskosten und geschätzter Sanierungsbedarf.

Ein Vergleich lohnt sich auch dann, wenn parallel noch offen ist, ob ein Haus oder eine Eigentumswohnung die passendere Lösung ist. Wer etwa beim Immobilienscout Haus kaufen mit dem Kauf einer Wohnung abwägt, sollte laufende Kosten wie Hausgeld, Instandhaltungsrücklage oder Gartenpflege in die Rechnung einbeziehen – diese Posten unterscheiden sich zwischen Haus und Wohnung deutlich und werden bei einem reinen Preisvergleich oft übersehen.

Typische Fehler, die sich in dieser Phase vermeiden lassen:

  • Zu schnelles Zusagen ohne Vergleichsangebote, was bei Verhandlungen über den Kaufpreis Spielraum kostet.
  • Fehlende Rücklage für unerwartete Kosten nach dem Einzug, etwa bei älteren Häusern mit unbekanntem Zustand der Heizung oder des Dachs.
  • Verlass auf Fotos statt eigener Besichtigung, gerade bei Objekten mit wenigen oder älteren Bildern im Exposé.
  • Keine schriftliche Dokumentation von Zusagen des Verkäufers zu Reparaturen oder Mängelbeseitigung vor der Übergabe.

Wer diese Punkte von Anfang an im Blick hat, verhandelt aus einer stärkeren Position und vermeidet böse Überraschungen nach dem Notartermin.

Fazit

Der Weg vom ersten Suchprofil bis zur Übergabe der Schlüssel folgt einer klaren Reihenfolge: Suche eingrenzen, Exposés kritisch prüfen, Finanzierung vor dem Angebot sichern und den Notarvertrag in Ruhe durcharbeiten. Wer diese Schritte in der genannten Reihenfolge abarbeitet statt sie zu überspringen, reduziert das Risiko teurer Fehler erheblich. Für die konkrete rechtliche und finanzielle Ausgestaltung des eigenen Kaufs bleibt der Rat einer Fachperson – Notar, Bank oder Immobilienberatung – unverzichtbar.

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